Irgendwas das es zu sagen lohnt

Geschrieben von: Moses Pelham in Moses Pelham Blog am

Shabbat Shalom, liebe Freunde.
Wenn Ihr mir nur eine einzige Information, einen Rat, einen Tipp, eine Wahrheit oder was auch immer geben könntet und dies hier die letzte Gelegenheit wäre, was würdet Ihr mir sagen?

Habt ein schönes Wochenende.

Gott ist gross
mo


Ich geb´ Dir gleich ...

Geschrieben von: Moses Pelham in Moses Pelham Blog am

 

Liebe Freunde,
eine alte Tradition ist dieser Tage bei uns wieder in Mode gekommen und da ich weiss, dass die meisten guten Menschen die dieses Tagebuch lesen selbst Trendsetter sind, möchte ich Euch davon berichten.

Die Legende will es so, dass Kaya Yaner (schreibt der sich so?), der ja auch hier aus der Gegend kommt, seine Figur Hakan nicht er- sondern lediglich gefunden hat, es also hier einen echten Türsteher namens Hakan gibt, der Vorbild für Kaya Yaners Hakan ist. Dieser Hakan (mit dem ich wirklich keinen Ärger oder so möchte) soll mit einem verhinderten Gast folgenden Wortwechsel gehabt haben:

Du kommst hier net rein.
Tschuldige, ich hab´ Dich akustisch nicht verstanden.
Ich geb´ Dir gleich akustisch!

Natürlich unterstellt die Legende, dass Hakan (mit dem ich wie gesagt wirklich keinen Ärger möchte) das Wort akustisch nicht kannte und sich deshalb angegriffen fühlte.

So hielten wir es um 2005 für angezeigt wann immer ein auch noch so geläufiges Fremdwort fiel, mit den Worten "ich geb´ Dir gleich ... (hier bitte Fremdwort einsetzen)" zu antworten. Wie das mit Trends und Traditionen so ist, gelangte dieses feine Ritual irgendwie in Vergessenheit, erfährt aber dieser Tage, wie gesagt, eine Renaissance.

Wer jetzt denkt "ich geb´ Dir gleich Renaissance" hat das Prinzip verstanden und kann frohen Mutes daran gehen das Ganze in seinem Bekanntenkreis zu promoten. Ich freue mich schon auf den Tag an dem ein wildfremder Mensch mir gegenüber steht und den Shitz zu mir sagt.

Mein heutiges Bild des Tages zeigt meine Wenigkeit zwischen den Eheleuten (und Ernährungsberatern) Micky und Niko, denen ich wie Euch von Herzen das Beste wünsche.

Gott ist gross
mo


Reserviert

Geschrieben von: Moses Pelham in Moses Pelham Blog am


Shabbat Shalom, liebe Freunde!
Habt Ihr Euch schonmal gefragt, warum es seit fast einem Jahr keine 3p Veröffentlichung gab? Abgesehen davon, dass Plattenmachen grundsätzlich kaum noch ein gutes Geschäft sein kann, gibt es da aus meiner Perspektive noch ein paar besondere Umstände, die ich Euch heute nicht vorenthalten möchte.

Eine Platte zu machen die meinen Ansprüchen an eine Platte genügt, ist extrem aufwendig, Geld- und Zeitintensiv. Wenn Menschen eine LP zusammen machen, müssen sie sich irgendwie auf einander einlassen, einander vertrauen, ja sich aufeinander verlassen können. Die Menschen müssen zu einem Team werden und sind irgendwie aneinander gekettet. Wenn einer im Drogenrausch von der Brücke springt, fallen die anderen auch ins Wasser. Ganz einfach. Der der da auf dem Geländer rumturnt muss begreifen, dass er nicht nur mit seinem, sondern eben auch mit dem Leben der anderen spielt. Eine Platte ist immer ein Projekt das mindestens (inklusive der Kampagne zur Platte) auf 24 Monate ausgelegt ist. Logischerweise macht das alles aber immer unternehmerisch nur dann Sinn, wenn die Zusammenarbeit über diese 24 Monate noch weit hinausgeht. Das alles ist für mich immer ein wenig wie ein Krieg. Würdest Du gerne, wenn Du denn in einen Krieg ziehen müsstest, mit Menschen in einen Krieg ziehen auf die Du Dich nicht verlassen kannst? Mit Menschen die gar nicht begreifen, welchen Gefahren Du Dich aussetzt, damit Euer gemeinsamer Plan überhaupt eine Chance hat zu funktionieren? Mit Menschen denen irgendetwas, das sie möglicherweise auch anfangs noch vor Dir verheimlichen, wichtiger ist als das was Dir das Wichtigste ist und Euch allen sein sollte?
Ich will gar nicht von denen anfangen, die während Du nach vorne die Stellung zu halten versuchst, absichtlich ein Messer in den Rücken rammen. Ich bin gerade einfach bei denen, die nicht checken um was es geht, weil sie nicht wollen, nicht müssen oder aus irgendeinem Grund nicht können. Würdest Du mit diesen Leuten ein Team bilden wollen, wenn es um etwas unfassbar wichtiges wie zum Beispiel Dein Leben geht?

Ich auch nicht. Aber im Gegensatz zu den Meisten die das hier jetzt lesen, habe ich das bereits getan. Und ich habe den Preis dafür bezahlt. Umso sicherer bin ich mir jetzt, dass das keine gute Idee ist und so werde ich das sicher (zumindest sehenden Auges) nie wieder tun. Alte Türsteher Regel "geht´s nich´, geht`s nich´". Mein "geht`s nich´gibt`s nich´" werde ich mir für später sparen, denn im Laufe so eines Krieges ist man ohnehin auf Wunder angewiesen. Wunder allerdings, die wenn die richtigen Menschen mit der richtigen Einstellung im richtigen Moment zusammenkommen, wenn Gott will geschehen können und sollen.

Hier ist kein Platz für Kindergartenmist, Verantwortungslosigkeit, Uneinsichtigkeit, Drogenwahn, Ignoranz, Lügen, Launen, Trägheit, Ausreden, Mittelmässigkeit, Dummheit, Faulheit, Begeisterungslosigkeit und Unprofessionalität.
Dieser Platz ist reserviert für Liebe, Leidenschaft, Zuverlässigkeit, Loyalität, Aufopferung, Glaube, Hoffnung, Wahrheit, Wille, Konsequenz, Arbeit, und Shitz der über das was man so Professionalität nennt, hinausgeht.
Nur so kann es gelingen.

Habt ein schönes Wochenende.

Gott ist gross
mo

P.S.: Mein heutiges Bild des Tages zeigt Wiegand und mich vor ca 22 Jahren. Ich kann selbst nur an den Fahrrädern auseinanderhalten wer wer is :o).


Verliebt in Berlin

Geschrieben von: Moses Pelham in Moses Pelham Blog am

Liebe Freunde,
hier bin ich wieder, den weiten Weg direkt aus der Hauptstadt, wo ich die letzten vier Tage verbracht habe und, wie mein heutiges Bild des Tages andeutet, sehr nette Leute getroffen habe.
Bayz und ich, die wir vergangene Nacht in ganz passablen vier Stunden zurück nach Frankfurt gefahren sind, gelangten einmal mehr zu dem Ergebnis, dass Berlin eine wirklich unglaubliche Stadt mit endlosen Möglichkeiten ist. Aber der Reihe nach:

Polly
geht es gut. Dieses Tagebuch kann wirklich was! Ich hab´ so viele Angebote die Rettung der guten Polly betreffend erhalten, dass ich gut noch fünfzehn andere Schafe unterbringen könnte. Also will jemand ein Schaf loswerden ohne, dass es dabei sein Leben lässt? Holla at your boy :o). Vielen Dank an alle die sich in der Sache bemüht haben. Ihr seid geil und Polly gerettet. Klappe zu, Schaf am Leben kann man auch sagen :o).

Tex
hat ein neues sehr böses Lied und ich hatte endlich (wenn auch nur kurz) Gelegenheit ihn zu treffen. Auch Tex hatte sich um Pollys Rettung bemüht und überhaupt bin ich von ihm jetzt noch begeisterter als zuvor. Wer immer von Euch seine Stücke "Haut", "Aber Nachts" und vor allem "Wehtun" aus welchen Gründen auch immer noch nicht kennt, sollte das wirklich ändern, finde ich.

Katja Kuhl
säuft wie ein Loch, engagiert sich neuerdings auch als Betreuerin und ist eine hervorragende Gastgeberin, die ihren Gästen auch wirklich extrem peinliche Dinge verzeiht.

Peppa
ist eine junge unglaubliche Sängerin, die sich selbst am Klavier begleitet und von der wir sicher noch viel hören werden. Würde es nicht extrem mit meinem Gangsta-Image kollidieren (ich geb´ Dir gleich kollidieren!), hätte ich bei ihrem Auftritt, dem ich in Berlin beiwohnen durfte, einfach ab dem zweiten Refrain angefangen zu heulen.

Kuchenrausch
ist ein Café in Friedrichshain, in dem es wirklich unverschämt leckeren Kuchen gibt.

Guntbert Warns
ist ein so höflicher Mensch, dass er mich nicht hat wissen lassen, dass wir uns überhaupt nicht kennen, als ich auf ihn zustürmte weil er mir so bekannt vorkam (leider nur aus dem Fernsehen). Ich weiss das wirklich zu schätzen.

Vanessa Petruo
schuldet ihren exotischen Nachnamen gar nicht der Seite der sie ihr exotisches Äusseres verdankt. Petruo ist nämlich nur die getarnte Form des Namens Petrus. Steht mir aber fantastisch, oder?

Tricky
spielt, wie ich höre, heute Abend in Frankfurt.

Kommata
sind echt nicht leicht zu setzen :o).

Unsere Fotos von vorletzter Woche
sind echt ganz geil geworden.

Alte Platten
sind etwas Gutes, können aber unmöglich die Zukunft sein, sie sind nämlich die Vergangenheit. "Neuer Morgen" aus "GL1" sollte man sich vielleicht trotzdem ma´ wieder anhören. Darin is´ nämlich von der Zukunft die Rede.

Ich
muss jetzt nach sovielen Eindrücken auch mal wieder was schaffen und wünsche uns allen eine gute neue Woche.

Gott ist gross
mo


Wie man sein Schäfchen ins Trockene bringt

Geschrieben von: Moses Pelham in Moses Pelham Blog am

Liebe Freunde,
ich glaube ich deutete es bereits an und Ihr könnt es meinem heutigen Bild des Tages entnehmen: Ich hatte vergangene Woche das Vergnügen ein Schaf kennenzulernen. Es ist eine Sie und heisst Polly. Polly ist nicht direkt stubenrein, wollte nicht immer wie wir wollten, wird aber in jedem Fall im Artwork zu der Platte an der wir gerade arbeiten eine Rolle spielen.

Nun weiss ich, dass man gerade als Nichtvegetarier bestimmt finden kann, dass es nunmal hier der Lauf der Dinge ist, dass ein Schaf am Ende auf der Schlachtbank landet und im Falle von Polly ist es bestimmt auch so, dass das Ganze eine reellere Sache ist als bei den meisten Tieren die dann auf den Tellern landen. Mir fällt das aber als Mensch, der genau aus diesen Gründen eben kein Fleisch isst nun nachdem ich Polly kennengelernt habe, sehr schwer einzusehen. So möchte ich Polly die dieser Tage zum Metzger soll kurzfristig retten (langfristig ist für uns alle hier ja kein so rechtes Entkommen), kann sie aber nich´ so gut in meinen Garten stellen und im Studio würden wir uns bestimmt auch auf Dauer zerstreiten (wie gesagt, so richtig stubenrein is´ Polly nich´). Ich seh´ schon die Schlagzeilen PÖBELPELHAM TERRORISIERT NACHBBARSCHAFT... JETZT NERVT ER TIERISCH ... RÜPELRAPPER ERWÜRGT SCHAF MIT BLOSSEN HÄNDEN... RAMBORAPPER IM BLUTRAUSCH...NEUER TREND IM GANGSTARAP: KRASSER ALS DEIN KAMPFHUND ... Egal .

Ich weiss ja, dass dieses Tagebuch der Liebe von vielen guten Menschen besucht wird und so frage ich nun in die Runde:

Ist da draussen jemand (idealerweise vielleicht ein Landwirt oder sowas), der mein Schaf in Pflege nehmen könnte und würde? Es wird bald berühmt sein und wenn Ihr die Platte mit dem Schaf drauf in Händen haltet, tut es uns allen Leid zu wissen, dass ein paar von uns das Lebewesen schon verdaut haben. Ihr wisst Ihr erreicht mich über nachtschicht@3-p.de. Stichwort RETTET POLLY :o).

Habt eine schöne Woche!

Gott ist gross
mo


Laub

Geschrieben von: Moses Pelham in Moses Pelham Blog am

Shabbat Shalom, liebe Freunde!
Bitte entschuldigt, dass ich mich eine Weile nicht gemeldet habe, aber ich bin wirklich gerade sehr eingebunden (tolles Wort in dem Kontext, nicht wahr? / ich geb Dir gleich Kontext!). Vor allen Dingen hatte ich nichts Schlaues zu sagen, das ich schon bereit gewesen wäre zu formulieren. Ich weiss was Ihr denkt: "Du scheust Dich doch sonst nicht dummes Zeug mit uns zu teilen". Das ist aber eine Unverschämtheit und so werde ich darauf nicht näher eingehen :o).

Jedenfalls habe ich in den vergangenen Tagen viel nachgedacht, gelangte tatsächlich zu einigen Entscheidungen, bin bei anderen Punkten noch zu keiner Konklusion gelangt (ich geb´Dir gleich Konklusion!), hab´ aufgenommen, gemischt, gemastert, geschrieben, gemeetet, gesponnen, gegessen, geschlafen, getrunken, ein Schaf kennengelernt und Fotos gemacht. Natürlich hoffe ich, dass Ihr ähnlich erfüllende aber vielleicht nicht ganz so dramatische Tage hattet.

Heute hörte ich im Radio (ja, es gibt ausser der Nachtschicht noch andere Sendungen in denen man was lernt, nur diese extreme Liebe gibt es ausschliesslich bei uns) eine interessante Information, die ich gerne mit Euch teilen würde:
Wusstet Ihr, dass die Bäume im Herbst ihre Blätter loslassen, weil sie gelernt haben, dass nach dem Herbst der Winter kommt und sie, wenn sie die Blätter bis dann nicht losgelassen haben, aufgrund des gefrorenen Wassers, nicht genügend Flüssigkeit zur Versorgung ihres ganzen Systems inklusive der Blätter zur Verfügung haben und sie insgesamt verdursten würden?

Hm, is´ aber, wie ich höre, so! Die Bäume lassen also die Blätter los, damit sie überleben können und überhaupt eine Chance haben, im nächsten Frühling wieder Blätter zu tragen. Ich weiss nicht, ob es mir gelungen ist das toll wiederzugeben, halte es aber für eine spannende und inspirierende Information.

Mein heutiges Bild des Tages zeigt seltene Kunst aus dem USP-Studio von der ich nicht sicher bin, dass ich sie Euch bereits gezeigt hab´.

Ich wünsche uns allen ein hervorragendes Wochenende (aber nich´ durchdrehen!).


Gott ist gross
mo


 


At the movies

Geschrieben von: Moses Pelham in Moses Pelham Blog am

Liebe Freunde,
ein Schwank aus der Reihe "erwachsen werden mit Moses" gefällig? Nagut :o).

Ich weiss, dass es wirklich keine grosse Sache ist und ich habe es mir eigentlich auch nur gemerkt, weil wir uns eine Weile darüber lustig gemacht haben und ich erzähle es Euch lediglich weil Sonntag ist und es unter Freunden doch auch möglich ist Details zu erzählen die den Braten auch nicht fett machen. Nachtschichtshitz quasi ...

Samstag Abend war ich im Kino. Ich hatte den Tag über gearbeitet, mir ging es gut und so quengelte ich aus vielen Gründen :o). Einer davon war, dass ich eigentlich endlich den "Baader Meinhof Komplex" sehen wollte und nun in "Wanted" sass, ein anderer war, dass die Menschen an der Getränketheke nicht willens oder in der Lage waren mir eine Mischung aus zwei Softdrinks, die ich einzeln hätte kaufen können, in einen grösseren Becher zu schütten (ich habe ein Getränk namens Papples erfunden, das sich aus Pepsi Light und Apfelsaftschorle zusammensetzt). Ihr seht, dieser Mann hat Probleme ...

Jedenfalls kruschelte der Mann zwei Sitze neben mir während des Films mit seinen Tüten und ich machte Witze darüber indem ich meine Begleitung dazu anstachelte ihn dazu anzuhalten damit aufzuhören. Aus reinem Spass, keiner von uns hätte je die Nerven gehabt das zu tun, was es eigentlich besonders witzig machte.
Gegen Ende des Films, während ich fernab meiner Sorgen um Getränke-Mischungen, den Baader Meinhof Komplex und was man sonst so für existentielle Dinge im Kopf hat, komplett in Angelina Jolie vertieft unterbewusst an meinem Becher rumspielte, hatte plötzlich die Nervensäge mit den Tüten die Nerven die Worte "kannste ma´ damit aufhören" in meine Richtung zu zischen.

Oh!
Ich gehe nicht mehr oft ins Kino und so sind vielleicht meine Jugend-Reflexe im Kino besonders präsent.
"HALT DEIN DUMMES MAUL! DEINE BEKIFFTE MUTTER HÄTTE AUFHÖREN SOLLEN, ODER DEIN BEKACKTER VATER, DU HUNDEKIND" sage ich in fester Absicht nicht zuzulassen, dass mir an diesem Abend ein drittes Mal Unrecht getan wird (Ihr erinnert Euch, ich wollte ja eigentlich einen anderen Film sehen und habe auch mein neues Lieblingsgetränk nicht bekommen), während Wiegand hin und hergerissen ist, ob er sich vor Lachen das Popcorn über die Bomberjacke schütten oder ernsthaft schauen sollte wieviel Begleitung der Depp, der zweifelsohne bevor der Abspann vorüber ist vorn Kopp kriegt, dabei hat.
Wenn die Dumpfbacke jetzt Widerwort gibt, hat er das Wasser das ich genommen hab´, weil die zu unfähig sind mein Papples zuzubereiten, in der Hackfresse. Was glaubt der denn mit wem er hier rummacht? Das kann er machen mit wem er Bock hat aber nicht mit mir. Dieses Hasenhirn hat sich Mut angesoffen und will jetzt auf meine Kosten bei seiner hässlichen Ollen den Chef machen. AAAAAAAAARRRRRRRRRRRGGGHHHHHH er muss in seine Grenzen zurückgeführt werden. Zum Wohle der Gesellschaft. Für die Gerechtigkeit! Ich muss die Welt retten und mich jetzt gerade machen, auch wenn es mir irgendwie Leid tut für ihn und seine hässliche Olle. Das hat er sich selbst zuzuschreiben und irgendwann muss er`s ja lernen. Alles hat seine Grenzen und Gott hat mich geschickt diese zu ziehen. Hier und jetzt, Motherfucker!

Alles in Bruchteilen von Sekunden. Alles in meinen Gedanken oder besser gesagt in meinem Gefühl. Ich bin fünfzehn Jahre älter als in diesem Gefühl, Wiegad is´ auch erwachsen und ausserdem gar nicht im Kino. Der unhöfliche sozial etwas inkompetente Herr zwei Sitze neben mir schaut schon wieder auf die Leinwand als ich freundlich leicht entschuldigend zu ihm rübersehe. Vielleicht hat der Film ihn irgendwie mitgenommen. Bestimmt hat er gar nicht gemerkt, dass er selbst Störgeräusche von sich gegeben hat. Gewiss hat er es gar nicht böse gemeint und kann nur nicht so gut kommunizieren, dass er, wie wir alle, einfach nur geliebt werden will. Möglicherweise war das ein Scherz oder er hat gar nicht mich gemeint. Naja. Wessen Frau ist Angelina Jolie noma? Tom Cruises, Brad Pitts? Die sollten echt glücklich sein. Ich auch :o).


Habt eine schöne Woche und haltet Euch aus Schwierigkeiten raus.

Gott ist gross
mo

P.S.: Mein heutiges Bild des Tages stammt aus einem Buch namens "Handbuch für die Hausfrau", welches ich all meinen Leserinnen ans Herz legen möchte und wurde mir wirklich von einer jungen Dame zugespielt.
P.P.S.: Vielen Dank für die vielen Zusendungen in Sachen Schreiben. Es mag einen Moment dauern aber ich melde mich bei allen auf jeden.


Der Alchimist

Geschrieben von: Moses Pelham in Moses Pelham Blog am

Liebe Freunde,
hat bei Euch auch der Winter Einzug gehalten? Ich mein´ vor drei Tagen hatte ich noch eine kurze Hose an und heute Morgen hab´ ich die Daunenjacke ausgepackt.
Wie auch immer. Ich sitze gerade mit Martin am Pult des USP-Studios, während wir ein Stück namens "Der Alchimist" aufnehmen. Irgendwie dachte ich dann gerade, dass vielleicht die Eine oder der Andere mit dem Text des Liedes was anfangen könnte. Naja, hier issa (Vorspielen wäre mir ja lieber):

DER ALCHIMIST


MANCHE SCHREIBEN SIE AUF
DIE DINGE DIE
SIE QUÄLEN DIE ES SO GIBT
ANDERE SCHREIEN`S HERAUS
ODER SINGEN SIE
UND BAUEN DARAUS EIN LIED

MANCHE KLOPPEN SPRÜCHE DRÜBER
ANDERE NEHMEN DROGEN DESWEGEN
VERSUCH ES WIE DU WILLST
DIE EINEN KOMMEN DADURCH INS GRÜBELN
DIE ANDEREN SAGEN SO IS´ ES EBEN
ICH HOFF´, DASS DAS WAS DU TUST HILFT

MACH WAS GUTES AUS WAS SCHLECHTEM
TRANSFORMIERE HASS
UND DURCHBRICH DEN TEUFELSKREIS
DENN SELBST GOTT SUCHT DEN GERECHTEN
MENSCHEN DER ES SCHAFFT
UND VIELLEICHT BIST DU`S VIELLEICHT – WER WEISS

MANCHE STERBEN DESHALB ARM
ANDERE STERBEN DESHALB REICH
MANCH EINER GLAUBT ER HAT DIE WAHL
DEN EINEN KLOPPT DAS LEBEN HART
DEN ANDEREN KLOPPT DAS LEBEN WEICH
MAN SAGT ES LIEGT AM MATERIAL

MACH WAS GUTES AUS WAS SCHLECHTEM
TRANSFORMIERE HASS
UND DURCHBRICH DEN TEUFELSKREIS
DENN SELBST GOTT SUCHT DEN GERECHTEN
MENSCHEN DER ES SCHAFFT
UND VIELLEICHT BIST DU`S VIELLEICHT – WER WEISS

DIE EINEN FÜHREN DESHALB KRIEGE
DIE ANDEREN SAGEN DIR ES BRINGT
REIN GAR NICHTS DOCH WENN DU`S BIST
DANN WEISST DU UM DEINE LIEBE
UND SO KANN`S GELINGEN
DENN DANN BIST DU DER ALCHIMIST

MACH WAS GUTES AUS WAS SCHLECHTEM
TRANSFORMIERE HASS
UND DURCHBRICH DEN TEUFELSKREIS
DENN SELBST GOTT SUCHT DEN GERECHTEN
MENSCHEN DER ES SCHAFFT
UND VIELLEICHT BIST DU`S VIELLEICHT – WER WEISS

Gott ist gross
mo

P.S.: Nix Bild des Tages.
P.P.S.: Das was sich da immer wiederholt is´ logo der Ref., aber das wisst Ihr ja natürlich.
P.P.P.S.: Samma ist unter uns vielleicht jemand, der besonders gut schreibt? Dann wäre es voll toll, wenn Du Dich mal unter nachtschicht@3-p.de bei mir melden würdest. Geheimauftrag und so :o).

From a brother who knows... 2

Geschrieben von: Moses Pelham in Moses Pelham Blog am

Liebe Freunde,
noch eine kleine Folge aus der Reihe "From a brother who knows ..." gefällig? Na gut :o).

Letzte Woche war ich in Karlsruhe beim BGH. Das Ganze war wirklich sehr beeindruckend. Die Anwälte dort gehen ganz anders miteinander um als beim Amts-, Landes- oder Oberlandesgericht. Kein Gepöbele, keine Beschimpfungen. Der Richter und seine Kollegen schienen sehr in der Materie zu sein und beschäftigten sich, wie ich glaube, immens mit den Konsequenzen ihrer Entscheidung, was mir, für den ihre Entscheidung in jedem Falle grundsätzliche Konsequenzen haben wird, ein sehr gutes Gefühl gab.

Während ich dort so sass und den wie gesagt durchaus interessanten Ausführungen zu der Frage, ob und wieviel man nun von einem Tonträger samplen darf oder eben nicht, folgte, fragte ich mich wie ich hier nun wieder hergekommen bin.
Ich beantwortete mir meine Frage im Auto (das übrigens nicht die Antwort auf meine Frage ist :o)): In jedem Falle habe ich in diesem Streit schon bei seinem Beginn eine, aus meiner heutigen Sicht, entscheidende Chance verpasst. Als vor ca. neun oder zehn Jahren der erste Brief der Kraftwerk-Anwälte bei uns eintraf, in dem sie drohten uns wegen eines ca. zweisekündigen Samples aus "Metall auf Metall" in unserem Stück "Nur mir" zu verklagen, fühlte ich mich als hätte in der Disco jemand "hier Dicker, willst Du`n Brett" zu mir gesagt. Es kam mir überhaupt nicht in denn Sinn das einzig Vernünftige zu tun, nämlich den Hörer in die Hand zu nehmen und mit den Menschen zu sprechen, ihnen zu erklären, dass ich sie ganz bestimmt nicht bestehlen wollte, sondern, dass das was ich da mache Kunst ist, und ich übrigens ziemlicher Fan bin. Ich hätte anbieten können das Sample, von dem ich nicht mal wusste, dass es ihrer Aufnahme entstammte, auszutauschen, Martin hatte das Ding wirklich innerhalb von zwei Minuten nachprogrammiert, aber all das kam für mich zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht in Frage. Da wollte mir jemand Unrecht tun, mich punken, wie Jungs die Dir Deine Jacke abnehmen wollen. GEHT NET! So werde ich wahrscheinlich auch nie erfahren was das eigentliche Motiv hinter der ganzen Sache ist. Ich mein´, wieso in aller Welt kommen die, bei all den Platten die ein Kraftwerk-Sample enthalten, zu mir?

Ich glaube, dass es für uns alle die Musik machen, die Samples enthält, eine wichtige Frage ist, die hier geklärt wird (allerdings eine Frage die ich für längst positiv beantwortet hielt) und es wäre für mich einfach zu behaupten, dass ich einzig und alleine vor dem höchsten Deutschen ordentlichen Gericht sass, weil es eben um eine für mich und viele andere Kunstschaffende meiner Zunft elementare Frage geht, aber das wäre nur die halbe Wahrheit. Denn die andere Wahrheit ist, dass ich auf ein (aus meiner Perspektive gesehen) unverschämtes Fehlverhalten nicht souverän und deeskalierend reagieren konnte, sondern auch diese Einladung zu einer Schlägerei mit ungewissem Ausgang sofort dankend angenommen habe.

Heute weiss ich, dass diese Angst vor der Angst, die mich allzuoft dazu bewogen hat eine Einladung zu einer Schlägerei anzunehmen etwas für Jugendliche oder Menschen mit nur einer Sorge ist. Ich bin erwachsen, habe einige Sorgen aber auch einige Hoffnungen und ich bin ganz sicher, dass es Menschen gibt, die diesen Mechanismus, der sich bei mir in jungen Jahren eingebrannt hat, bereits eiskalt für ihre Zwecke ausgenutzt haben (ich war ja schon einmal kurz vorm BGH).

Die, die bis hierher folgen konnten, sehen vielleicht, dass eine Welt die über "ich geb´ Dir meine Jacke auf keinen Fall, ich fürchte Du wirst sie Dir holen müssen" hinausgeht, ein paar andere Verhaltensmuster als die Bereitschaft, sich auf jeden Scheiss sofort einzulassen, erfordert. Ich möchte in dieser Welt Verantwortung übernehmen und möchte mich deshalb auch entsprechend verhalten. Ich will mich wirklich von Schwierigkeiten fernhalten, wenn es geht und wirklich sicher sein, dass eine Konfrontation nötig ist, bevor ich mich auf sie einlasse. Wie mein Vater zu sagen pflegte: The life you save may be your own. Wenn Ihr meine Jacke wollt, müsst Ihr sie Euch aber trotzdem holen :o). Mein heutiges Bild des Tages ist ein Urlaubsfoto meines Freundes Roman, der gerade in Canada is´. Scheint schön zu sein dort ... Habt eine gute Woche.

Gott ist gross
mo


From a brother who knows ...

Geschrieben von: Moses Pelham in Moses Pelham Blog am

Liebe Freunde,
ich weiss, ich habe mich eine Weile nicht gemeldet, aber ich bin auch wirklich sehr beschäftigt damit etwas Neues zu tun. Jetzt habe ich allerdings (wiedermal) eine Erfahrung gemacht, die ich Euch unbedingt ersparen möchte und so bin ich hier um Euch folgendes zu sagen:
Ich weiss wirklich wie es ist. Ihr habt keine Küche und findet Ihr braucht auch nicht so dringend eine. Schliesslich habt Ihr eine Kaffeemaschine, einen Kühlschrank, eine Mikrowelle, einen Teekocher und einen Eierkocher. Ihr lernt, dass man auch in der Mikrowelle ein ordentliches Rührei (nebenbei ganz und gar fettfrei) zubereiten kann und bemerkt, dass es Eurer Ernährung und somit Eurer Figur sehr gut tut, nicht allen Scheiss Zuhause zu haben. Natürlich will man nicht jeden Tag einfach nur Rührei ohne alles essen. So entdeckt Ihr, dass man-gerade wenn man eh jeden Tag viel Hüttenkäse essen soll- auch Hüttenkäse in sein Rührei (is´ klar sechs Eiweiss, zwei Eigelb) kippen kann. Irgendwann kommt aber der Tag an dem Ihr Euch wieder Rührei machen wollt und keinen Hüttenkäse habt. Da plötzlich kommt Euch die Idee das Ganze mit dem tollen fast fettfreien Handkäs´, der auf Brot echt immer ordentlich schmeckt, zu probieren. NEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEN. Take it from a brother who knows: Das isses echt nich´. Ah und passt auf, auf wen Ihr Euch einlasst, haltet Euch von Schwierigkeiten fern, macht Euch bewusst, dass Ihr bereits erhalten habt und ändert was immer Eurem Glück im Wege steht, wenn Ihr könnt.


Gott ist gross
mo

PS: Mein heutiges Foto des Tages zeigt meine Freundin Sandra im noch immer aktuellen Nachtschicht-Girly.