Wenn einer eine Reise tut ...

Geschrieben von: Moses Pelham in Moses Pelham Blog am



Liebe Freunde,
früher war es bei uns Tradition, vor einer Reise ein Tape mit Liedern aufzunehmen, die quasi der Soundtrack zu der Reise sein sollten. An einige Reisen erinnere ich mich heute wirklich immer nur im Zusammenhang mit den entsprechenden Stücken. Wer 1992 mit mir in Österreich war hat doch 100%ig jetzt Ice Cubes "Wicked" im Ohr und es liegt doch auf der Hand, dass die Musik die man dabei hört so eine Reise sehr beeinflusst. Naja, wie auch immer. Ich hab´ mir ein kleines Mixtape zusammengestellt dessen Playlist ich heute gerne mit Euch teilen möchte. Allerdings muss man das "in Fahrt" hören. Is´ ja klar ...

Alicia Keys "As I am (Intro)"
Alicia Keys "Go ahead"
Peter Fox "Schwarz zu blau"
Stefan Goldmann "Radiant grace"
Roots Manuva "Let the spirit"
MIA "Mausen"
The Game feat. Lil Wayne "My life"
Everlast "Letters home from the garden of stone"
The Streets "On the edge of a clyff"
Ice Cube "Cold places"
Alicia Keys & Jack White "Another way to die"
Röyksopp "What else is there" Trentmöller Remix
Dynamite Deluxe "Dynamit"
Citizen Cope "Bullet and a target"
Amp Fiddler with Sly & Robbie "I fell on the wagon"
Tomte "Es ist so dass Du fehlst"
Peppa "Nach vorn"
Alicia Keys "Sure looks good to me"


Ah, ein paar Zitate und Informationen möchte ich noch mit Euch teilen:

Alicia Keys (auf die ich, wie man meinem Tape entnehmen kann, im Moment wieder sehr durchdrehe) sagt "you gotta always try, you can`t make it if you don´t try".
Chi sagt "Liebe ist eine ansteckende Gesundheit".
Pink sagt "shame on you if you fooled me once, shame on me if you fooled me twice".
Chuck D. sagt "if you can´t change the people around you, you gotta change the people around you".
Hesse sagt "... und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne".

Diese Zitate und ein paar schöne Lieder im Ohr mach´ ich mich jetzt mit meinem Handbuch in der Tasche auf den Weg.

Bitte führt Euch bei Gelegenheit die letzten Worte von JAH SOUND SYSTEM vor Augen und schliesst mich in Eure Gebete ein.

Ich bin raus und wünsche uns allen alles Gute. Bis dann.

Gott ist gross
mo


Irgendwas das es zu sagen lohnt

Geschrieben von: Moses Pelham in Moses Pelham Blog am

Shabbat Shalom, liebe Freunde.
Wenn Ihr mir nur eine einzige Information, einen Rat, einen Tipp, eine Wahrheit oder was auch immer geben könntet und dies hier die letzte Gelegenheit wäre, was würdet Ihr mir sagen?

Habt ein schönes Wochenende.

Gott ist gross
mo


Ich geb´ Dir gleich ...

Geschrieben von: Moses Pelham in Moses Pelham Blog am

 

Liebe Freunde,
eine alte Tradition ist dieser Tage bei uns wieder in Mode gekommen und da ich weiss, dass die meisten guten Menschen die dieses Tagebuch lesen selbst Trendsetter sind, möchte ich Euch davon berichten.

Die Legende will es so, dass Kaya Yaner (schreibt der sich so?), der ja auch hier aus der Gegend kommt, seine Figur Hakan nicht er- sondern lediglich gefunden hat, es also hier einen echten Türsteher namens Hakan gibt, der Vorbild für Kaya Yaners Hakan ist. Dieser Hakan (mit dem ich wirklich keinen Ärger oder so möchte) soll mit einem verhinderten Gast folgenden Wortwechsel gehabt haben:

Du kommst hier net rein.
Tschuldige, ich hab´ Dich akustisch nicht verstanden.
Ich geb´ Dir gleich akustisch!

Natürlich unterstellt die Legende, dass Hakan (mit dem ich wie gesagt wirklich keinen Ärger möchte) das Wort akustisch nicht kannte und sich deshalb angegriffen fühlte.

So hielten wir es um 2005 für angezeigt wann immer ein auch noch so geläufiges Fremdwort fiel, mit den Worten "ich geb´ Dir gleich ... (hier bitte Fremdwort einsetzen)" zu antworten. Wie das mit Trends und Traditionen so ist, gelangte dieses feine Ritual irgendwie in Vergessenheit, erfährt aber dieser Tage, wie gesagt, eine Renaissance.

Wer jetzt denkt "ich geb´ Dir gleich Renaissance" hat das Prinzip verstanden und kann frohen Mutes daran gehen das Ganze in seinem Bekanntenkreis zu promoten. Ich freue mich schon auf den Tag an dem ein wildfremder Mensch mir gegenüber steht und den Shitz zu mir sagt.

Mein heutiges Bild des Tages zeigt meine Wenigkeit zwischen den Eheleuten (und Ernährungsberatern) Micky und Niko, denen ich wie Euch von Herzen das Beste wünsche.

Gott ist gross
mo


Reserviert

Geschrieben von: Moses Pelham in Moses Pelham Blog am


Shabbat Shalom, liebe Freunde!
Habt Ihr Euch schonmal gefragt, warum es seit fast einem Jahr keine 3p Veröffentlichung gab? Abgesehen davon, dass Plattenmachen grundsätzlich kaum noch ein gutes Geschäft sein kann, gibt es da aus meiner Perspektive noch ein paar besondere Umstände, die ich Euch heute nicht vorenthalten möchte.

Eine Platte zu machen die meinen Ansprüchen an eine Platte genügt, ist extrem aufwendig, Geld- und Zeitintensiv. Wenn Menschen eine LP zusammen machen, müssen sie sich irgendwie auf einander einlassen, einander vertrauen, ja sich aufeinander verlassen können. Die Menschen müssen zu einem Team werden und sind irgendwie aneinander gekettet. Wenn einer im Drogenrausch von der Brücke springt, fallen die anderen auch ins Wasser. Ganz einfach. Der der da auf dem Geländer rumturnt muss begreifen, dass er nicht nur mit seinem, sondern eben auch mit dem Leben der anderen spielt. Eine Platte ist immer ein Projekt das mindestens (inklusive der Kampagne zur Platte) auf 24 Monate ausgelegt ist. Logischerweise macht das alles aber immer unternehmerisch nur dann Sinn, wenn die Zusammenarbeit über diese 24 Monate noch weit hinausgeht. Das alles ist für mich immer ein wenig wie ein Krieg. Würdest Du gerne, wenn Du denn in einen Krieg ziehen müsstest, mit Menschen in einen Krieg ziehen auf die Du Dich nicht verlassen kannst? Mit Menschen die gar nicht begreifen, welchen Gefahren Du Dich aussetzt, damit Euer gemeinsamer Plan überhaupt eine Chance hat zu funktionieren? Mit Menschen denen irgendetwas, das sie möglicherweise auch anfangs noch vor Dir verheimlichen, wichtiger ist als das was Dir das Wichtigste ist und Euch allen sein sollte?
Ich will gar nicht von denen anfangen, die während Du nach vorne die Stellung zu halten versuchst, absichtlich ein Messer in den Rücken rammen. Ich bin gerade einfach bei denen, die nicht checken um was es geht, weil sie nicht wollen, nicht müssen oder aus irgendeinem Grund nicht können. Würdest Du mit diesen Leuten ein Team bilden wollen, wenn es um etwas unfassbar wichtiges wie zum Beispiel Dein Leben geht?

Ich auch nicht. Aber im Gegensatz zu den Meisten die das hier jetzt lesen, habe ich das bereits getan. Und ich habe den Preis dafür bezahlt. Umso sicherer bin ich mir jetzt, dass das keine gute Idee ist und so werde ich das sicher (zumindest sehenden Auges) nie wieder tun. Alte Türsteher Regel "geht´s nich´, geht`s nich´". Mein "geht`s nich´gibt`s nich´" werde ich mir für später sparen, denn im Laufe so eines Krieges ist man ohnehin auf Wunder angewiesen. Wunder allerdings, die wenn die richtigen Menschen mit der richtigen Einstellung im richtigen Moment zusammenkommen, wenn Gott will geschehen können und sollen.

Hier ist kein Platz für Kindergartenmist, Verantwortungslosigkeit, Uneinsichtigkeit, Drogenwahn, Ignoranz, Lügen, Launen, Trägheit, Ausreden, Mittelmässigkeit, Dummheit, Faulheit, Begeisterungslosigkeit und Unprofessionalität.
Dieser Platz ist reserviert für Liebe, Leidenschaft, Zuverlässigkeit, Loyalität, Aufopferung, Glaube, Hoffnung, Wahrheit, Wille, Konsequenz, Arbeit, und Shitz der über das was man so Professionalität nennt, hinausgeht.
Nur so kann es gelingen.

Habt ein schönes Wochenende.

Gott ist gross
mo

P.S.: Mein heutiges Bild des Tages zeigt Wiegand und mich vor ca 22 Jahren. Ich kann selbst nur an den Fahrrädern auseinanderhalten wer wer is :o).


Verliebt in Berlin

Geschrieben von: Moses Pelham in Moses Pelham Blog am

Liebe Freunde,
hier bin ich wieder, den weiten Weg direkt aus der Hauptstadt, wo ich die letzten vier Tage verbracht habe und, wie mein heutiges Bild des Tages andeutet, sehr nette Leute getroffen habe.
Bayz und ich, die wir vergangene Nacht in ganz passablen vier Stunden zurück nach Frankfurt gefahren sind, gelangten einmal mehr zu dem Ergebnis, dass Berlin eine wirklich unglaubliche Stadt mit endlosen Möglichkeiten ist. Aber der Reihe nach:

Polly
geht es gut. Dieses Tagebuch kann wirklich was! Ich hab´ so viele Angebote die Rettung der guten Polly betreffend erhalten, dass ich gut noch fünfzehn andere Schafe unterbringen könnte. Also will jemand ein Schaf loswerden ohne, dass es dabei sein Leben lässt? Holla at your boy :o). Vielen Dank an alle die sich in der Sache bemüht haben. Ihr seid geil und Polly gerettet. Klappe zu, Schaf am Leben kann man auch sagen :o).

Tex
hat ein neues sehr böses Lied und ich hatte endlich (wenn auch nur kurz) Gelegenheit ihn zu treffen. Auch Tex hatte sich um Pollys Rettung bemüht und überhaupt bin ich von ihm jetzt noch begeisterter als zuvor. Wer immer von Euch seine Stücke "Haut", "Aber Nachts" und vor allem "Wehtun" aus welchen Gründen auch immer noch nicht kennt, sollte das wirklich ändern, finde ich.

Katja Kuhl
säuft wie ein Loch, engagiert sich neuerdings auch als Betreuerin und ist eine hervorragende Gastgeberin, die ihren Gästen auch wirklich extrem peinliche Dinge verzeiht.

Peppa
ist eine junge unglaubliche Sängerin, die sich selbst am Klavier begleitet und von der wir sicher noch viel hören werden. Würde es nicht extrem mit meinem Gangsta-Image kollidieren (ich geb´ Dir gleich kollidieren!), hätte ich bei ihrem Auftritt, dem ich in Berlin beiwohnen durfte, einfach ab dem zweiten Refrain angefangen zu heulen.

Kuchenrausch
ist ein Café in Friedrichshain, in dem es wirklich unverschämt leckeren Kuchen gibt.

Guntbert Warns
ist ein so höflicher Mensch, dass er mich nicht hat wissen lassen, dass wir uns überhaupt nicht kennen, als ich auf ihn zustürmte weil er mir so bekannt vorkam (leider nur aus dem Fernsehen). Ich weiss das wirklich zu schätzen.

Vanessa Petruo
schuldet ihren exotischen Nachnamen gar nicht der Seite der sie ihr exotisches Äusseres verdankt. Petruo ist nämlich nur die getarnte Form des Namens Petrus. Steht mir aber fantastisch, oder?

Tricky
spielt, wie ich höre, heute Abend in Frankfurt.

Kommata
sind echt nicht leicht zu setzen :o).

Unsere Fotos von vorletzter Woche
sind echt ganz geil geworden.

Alte Platten
sind etwas Gutes, können aber unmöglich die Zukunft sein, sie sind nämlich die Vergangenheit. "Neuer Morgen" aus "GL1" sollte man sich vielleicht trotzdem ma´ wieder anhören. Darin is´ nämlich von der Zukunft die Rede.

Ich
muss jetzt nach sovielen Eindrücken auch mal wieder was schaffen und wünsche uns allen eine gute neue Woche.

Gott ist gross
mo


Wie man sein Schäfchen ins Trockene bringt

Geschrieben von: Moses Pelham in Moses Pelham Blog am

Liebe Freunde,
ich glaube ich deutete es bereits an und Ihr könnt es meinem heutigen Bild des Tages entnehmen: Ich hatte vergangene Woche das Vergnügen ein Schaf kennenzulernen. Es ist eine Sie und heisst Polly. Polly ist nicht direkt stubenrein, wollte nicht immer wie wir wollten, wird aber in jedem Fall im Artwork zu der Platte an der wir gerade arbeiten eine Rolle spielen.

Nun weiss ich, dass man gerade als Nichtvegetarier bestimmt finden kann, dass es nunmal hier der Lauf der Dinge ist, dass ein Schaf am Ende auf der Schlachtbank landet und im Falle von Polly ist es bestimmt auch so, dass das Ganze eine reellere Sache ist als bei den meisten Tieren die dann auf den Tellern landen. Mir fällt das aber als Mensch, der genau aus diesen Gründen eben kein Fleisch isst nun nachdem ich Polly kennengelernt habe, sehr schwer einzusehen. So möchte ich Polly die dieser Tage zum Metzger soll kurzfristig retten (langfristig ist für uns alle hier ja kein so rechtes Entkommen), kann sie aber nich´ so gut in meinen Garten stellen und im Studio würden wir uns bestimmt auch auf Dauer zerstreiten (wie gesagt, so richtig stubenrein is´ Polly nich´). Ich seh´ schon die Schlagzeilen PÖBELPELHAM TERRORISIERT NACHBBARSCHAFT... JETZT NERVT ER TIERISCH ... RÜPELRAPPER ERWÜRGT SCHAF MIT BLOSSEN HÄNDEN... RAMBORAPPER IM BLUTRAUSCH...NEUER TREND IM GANGSTARAP: KRASSER ALS DEIN KAMPFHUND ... Egal .

Ich weiss ja, dass dieses Tagebuch der Liebe von vielen guten Menschen besucht wird und so frage ich nun in die Runde:

Ist da draussen jemand (idealerweise vielleicht ein Landwirt oder sowas), der mein Schaf in Pflege nehmen könnte und würde? Es wird bald berühmt sein und wenn Ihr die Platte mit dem Schaf drauf in Händen haltet, tut es uns allen Leid zu wissen, dass ein paar von uns das Lebewesen schon verdaut haben. Ihr wisst Ihr erreicht mich über nachtschicht@3-p.de. Stichwort RETTET POLLY :o).

Habt eine schöne Woche!

Gott ist gross
mo


Laub

Geschrieben von: Moses Pelham in Moses Pelham Blog am

Shabbat Shalom, liebe Freunde!
Bitte entschuldigt, dass ich mich eine Weile nicht gemeldet habe, aber ich bin wirklich gerade sehr eingebunden (tolles Wort in dem Kontext, nicht wahr? / ich geb Dir gleich Kontext!). Vor allen Dingen hatte ich nichts Schlaues zu sagen, das ich schon bereit gewesen wäre zu formulieren. Ich weiss was Ihr denkt: "Du scheust Dich doch sonst nicht dummes Zeug mit uns zu teilen". Das ist aber eine Unverschämtheit und so werde ich darauf nicht näher eingehen :o).

Jedenfalls habe ich in den vergangenen Tagen viel nachgedacht, gelangte tatsächlich zu einigen Entscheidungen, bin bei anderen Punkten noch zu keiner Konklusion gelangt (ich geb´Dir gleich Konklusion!), hab´ aufgenommen, gemischt, gemastert, geschrieben, gemeetet, gesponnen, gegessen, geschlafen, getrunken, ein Schaf kennengelernt und Fotos gemacht. Natürlich hoffe ich, dass Ihr ähnlich erfüllende aber vielleicht nicht ganz so dramatische Tage hattet.

Heute hörte ich im Radio (ja, es gibt ausser der Nachtschicht noch andere Sendungen in denen man was lernt, nur diese extreme Liebe gibt es ausschliesslich bei uns) eine interessante Information, die ich gerne mit Euch teilen würde:
Wusstet Ihr, dass die Bäume im Herbst ihre Blätter loslassen, weil sie gelernt haben, dass nach dem Herbst der Winter kommt und sie, wenn sie die Blätter bis dann nicht losgelassen haben, aufgrund des gefrorenen Wassers, nicht genügend Flüssigkeit zur Versorgung ihres ganzen Systems inklusive der Blätter zur Verfügung haben und sie insgesamt verdursten würden?

Hm, is´ aber, wie ich höre, so! Die Bäume lassen also die Blätter los, damit sie überleben können und überhaupt eine Chance haben, im nächsten Frühling wieder Blätter zu tragen. Ich weiss nicht, ob es mir gelungen ist das toll wiederzugeben, halte es aber für eine spannende und inspirierende Information.

Mein heutiges Bild des Tages zeigt seltene Kunst aus dem USP-Studio von der ich nicht sicher bin, dass ich sie Euch bereits gezeigt hab´.

Ich wünsche uns allen ein hervorragendes Wochenende (aber nich´ durchdrehen!).


Gott ist gross
mo