Ich will wirklich nicht haten Teil 2

Geschrieben von: Moses Pelham

 

O.K. liebe Freunde,

wir haben jetzt festgestellt, dass wir uns an die Szene aus Notting Hill erinnern und sehen ein, dass das für die von Julia Roberts verkörperte Figur irgendwie unangenehm gewesen sein muss.

Menschlich irgendwie bedenklich kann man vielleicht sagen, aber wenn man sieht, dass die Leute an ihrem Stammtisch die Schauspielerin gar nicht so richtig als Mensch, sondern eher als Figur wahrnahmen und auch nicht wussten, dass der Mensch in der Schauspielerin das was sie da erzählen mitanhören musste, noch nachvollziehbar und ein Fall für unsere mittlerweile erarbeitete Rubrik "so is´ nunmal das Showbiz". Zudem ist die Sache für die Schauspielerin ja irgendwie echt ganz cool ausgegangen.

Ich will, wie gesagt, wirklich nicht haten, aber jetzt stellt Euch mal vor, es handelt sich - sagen wir - um einen Sportler, aber einen der sich nicht im Team verstecken kann, sowas wie ein Boxer und der hat gerade im Ring wirklich nich´ so gut ausgesehen, er hat alles gegeben und halt trotzdem schön vorn Kopp´ bekommen.

Jede Menge Stammtischpupser, die noch nie in ihrem Leben im Ring standen, wissen jetzt alles besser und haben natürlich null das Einzelschicksal des Boxers vor Augen, während sie nun dummschwätzen. Nervt natürlich doppelt, fällt aber irgendwie auch in die Kategorie "so is´ nunmal das Showbiz".

Aber nun hat dieser Boxer natürlich Leute, die voll den Glatten neben ihm gemacht haben als er noch nicht verprügelt worden war. Die wenden sich halt einfach ab und machen mit irgendwem anderen den Glatten. Das gehört wohl auch klar in unsere Rubrik "so is´ nunmal das Showbiz".

Der Boxer hat bestimmt auch richtige Fans, Leute die eigentlich wollen, dass er gewinnt, die wahrscheinlich auch keinen Plan vom Boxen haben, denen es aber nicht egal is´ wer es halt is´ mit dem sie den Glatten machen da sie sich aus irgendwelchen Gründen auf ihn festgelegt haben und die sind jetzt enttäuscht, dass ihr Held aufs Maul bekommen hat. Manche wenden sich einfach ab. Is´ klar "so is´ nunmal das Showbiz", andere dieser enttäuschten Fans finden jetzt aber keinen Weg ihren Frust loszuwerden, als den Boxer zu beschimpfen. Jaja, so is´ nunmal das Showbiz, könnte man jetzt auch sagen aber versucht Euch doch jetzt mal in die Lage des Boxers zu versetzen ...

Wenn Ihr Euch in die Lage des Boxers versetzt habt, will ich auch morgen weiter nich´ haten.

Gott ist gross
mo

P.S.: Mein heutiges Bild des Tages zeigt meine Wenigkeit in meinem Büro im Studio (so nennen wir die Küche, die eine Art Raucherraum ist).

P.P.S.: Leider hab´ ich vergessen von welcher unbekannten Partei der Radiospot zur Europawahl ist, der mich vergangene Woche fast dazu gebracht hätte vor Lachen einen Unfall zu bauen, sonst könnten wir den etwas nich´ haten.

 P.P.P.S.: Ihr habt mit Euren Anmerkungen meiner Menung nach natürlich völlig Recht. Besonders inspirierend fand ich die Kommentare von  Chi, Kerstin und Amir.

Kommentare (20)


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mo, du hast total recht. mir gehts grad mit bayer leverkusen und labbadia so .. ist halt so das biz. kp ob ich den trainer gut finden soll oder ihn haten soll .. alles schwierig zur zeit. aber ich glaube, man merkt erst dann in schweren momenten, wer wirklich geil auf fame ist und wer wirklich versucht in dir den menschen zu suchen, der du wirklich bist. habe solche situationen zu haufe erlebt und bin froh sie gehabt zu haben, da es wichtige erfahrungen sind. man wird vorsichtiger mit solchen leuten, wenn man vorher schon weiß, wie sich menschen, wenn sie auf ruhm aus sind verhalten.

bin raus.
p.s: super hemd mo, i love denim shirts, vorallem mit dem reiter drauf smilies/wink.gif
karim_le_roi , June 04, 2009
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Gibts denn irgendeinen Boxer der in seiner Karriere nicht auch mal auf die Fresse bekommen hat, sprich nen Kampf verloren hat???

Große Boxer stehen wieder auf, werden noch professioneller, noch konzentrierter, noch fokussierter....

MACHSOWEIDA

P.S.: Weiß auch nicht was ich von Skibbe halten soll...ich wünsch Ihm jedenfalls viel Erfolg... smilies/wink.gif
rapnic , June 04, 2009
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[...] Es überraschte ihn, daß die Vorwürfe ausblieben. Er stand ganz fassungslos da, mit der Glasglocke in der Hand. Er verstand diese stille Sanftmut nicht.
»Aber ja, ich liebe dich«, sagte die Blume. »Du hast nichts davon gewußt. Das ist meine Schuld. Es ist ganz unwichtig. Aber du warst ebenso dumm wie ich. Versuche, glücklich zu sein... Laß diese Glasglocke liegen! Ich will sie nicht mehr...«
»Aber der Wind...«
»Ich bin nicht so stark erkältet, daß... Die frische Nachtluft wird mir gut tun. Ich bin eine Blume.«
»Aber die Tiere...«
»Ich muß wohl zwei oder drei Raupen aushalten, wenn ich die Schmetterlinge kennenlernen will. Auch das scheint sehr schön zu sein. Wer wird mich sonst besuchen? Du wirst ja weit weg sein. Was aber die großen Tiere angeht, so fürchte ich mich nicht. Ich habe meine Krallen.«
Und sie zeigt treuherzig ihre vier Dornen. Dann fügte sie noch hinzu:
»Zieh es nicht so in die Länge, das ist ärgerlich. Du hast dich entschlossen zu reisen. So geh!«
Denn sie wollte nicht, daß er sie weinen sähe. Es war eine so stolze Blume.smilies/wink.gif
mOe , June 04, 2009
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und irgendwann sagen sie dann "Comeback".
Und Du sagst dann mit den Worten von LL:
"Don't call it a comeback
I been here for years" smilies/wink.gif

ONE
saschaF , June 04, 2009
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300
Ey Moses, du machst nicht mehr so gerne so krass große Konzerte, wa?
Bist lieber so auf Privatpartys, oder?


(I know u gonna luv me fo that..)
illz , June 04, 2009
Die andere Seite
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Stellt Euch mal vor, man ist Fan von so ´nem Boxer und das schon sein halbes Leben lang. Der Typ hat einen aus irgendeinem Grund emotional berührt; man findet seinen Kampfstil, sein Auftreten und so weiter einfach gut. Man trägt T-Shirts vom Boxstall... ja, man hat diese auch damals schon getragen, als alle so ´nen Stuttgarter Boxstall toll fanden und wurde deshalb gerne mal angepöbelt. Man fand´s aber in Ordnung, weil man eben das gut und berührend fand, was der Typ so macht. Selbstverständlich hat man auch einiges an Geld in sein Fandasein gesteckt, aber auch das hat man gerne getan, weil man ja einiges zurückbekommen hat - sozusagen ein Geben und Nehmen.
Allerdings verändert sich die Zusammensetzung des Boxstalls über die Jahre: Boxer, die man ebenfalls "cool" fand, verlassen das Camp. Andere liefern Kämpfe ab, die man rein subjektiv nicht mehr so toll fand, wie die, die davor stattgefunden haben. Da ist man schon traurig und fragt sich, was da los ist. Irgendwie ändert sich auch die Ausrichtung des Stalls und damit der Kampfstil des Lieblingsboxers. Die neue Art zu Boxen ist zwar auch ordentlich, aber eben nicht mehr so wie sie mal war. Man weiß zwar, dass der Boxer diesen alten harten, brachialen, aber dennoch technisch unglaublich versierten und intelligenten Stil weiterhin beherrscht, den man so liebt, aber aus bestimmten Gründen zeigt er diesen kaum mehr. Da fragt man schon mal nach, wann er mal wieder in einem Kampf diesen Stil zeigt. Überhaupt hat er in den vergangenen Jahren immer wieder weitere Kämpfe angekündigt, die jedoch nie stattgefunden haben und wohl nicht mehr stattfinden werden. Auch da fragt man sich, warum das so ist. Und selbst wenn jemand einem dann erklärt, warum das so war / ist und man den ein oder anderen Grund auch nachvollziehen kann, ist es dennoch nicht verwerflich und respektlos zu sagen, dass man diese Kämpfe gern gesehen hätte.

Ob der Boxer mal nen Kampf verliert, juckt im Übrigen den Fan eh nicht. Man steht treu zu dem, was einen berührt, egal, ob der Boxer mal nen Kampf verliert oder die Lieblingsfußballmannschaft gerade zum siebten Mal ab- bzw. aufgestiegen ist. Treue ist nicht erfolgsabhängig.

Letztendlich ist es doch so: Einige Zuschauer scheißen auf den Boxer, weil er mal verloren hat, doch auf solche Leute ist eh geschissen. Manche Leute wenden sich ab, weil sich die Lebenswelten und damit die Ansichten darüber, was sie für wertvoll erachten, geändert haben und so der Boxer nicht mehr zu ihnen passt. Und wieder andere feuern den Boxer auch weiterhin so gut es geht an. Diese sind die, die für den Boxer mehr sein sollten als "der Rest der Menschheit"... allerdings heißt das dennoch nicht, dass sie dem Boxer wie ein Lemming hinterherlaufen und alles gut finden müssen, was der Boxer da im Ring und außerhalb so veranstaltet - dabei ist es, meiner Ansicht nach völlig Wurst, ob sie selbst mal Amateurboxer waren oder einen Ring noch nie von Innen gesehen haben. Ihre Berechtigung dafür Kritik zu üben bzw. schlichtweg nachzufraen, was los ist, leitet sich auch nicht daraus ab, dass sie mal ein paar Mark und Euro für Eintrittskarten etc ausgegeben haben, sondern daraus, dass sie zu ihrem Idol stehen, egal, ob er verdroschen worden ist oder es noch fünf Mal wird, weil sie ihn am "Stammtisch" verteidigen, weil sie ihm eine gewisse Form der Liebe zu Teil werden lassen. Die Kritik am Kampfstil, an verschobenen Kämpfen, an der Zusammensetzung des Boxstalls üben Fans (nicht zu verwechseln mit denen, auf die eh "geschissen" ist - siehe oben) nicht, weil sie ihren Boxer beleidigen wollen oder ihn und sein Training nicht achten, sondern - im Gegenteil - weil sie ihn und das, was er gemacht hat und macht, schätzen!
Stichla , June 04, 2009
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hm, mir ist das ziemlich egal das mit sagen wir mal dem Boxer, ich war noch nie sagen wir mal ein Fähnchen im Wind. Scheint, sagen wir mal der Westfale in mir zu sein, ist der sagen wir mal Boxer gut ist alle ok, geht er zu Boden wird ihm wieder auf die Beine geholfen.
fj. , June 05, 2009
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Ja so ist das mann will halt auch immer als Fan mit seinem Idol oder vorbild auf der Siegerstraße sein.Ich will nicht haten aber ich glaube das unterscheidet die wahren Fans von dem Rest.Mann Identifiziert sich mit der Person und wenn es dann nicht richtig klapt was die Person macht heißt es immer "mann hau zu du Idiot" oder "schieß das Tor du Arsch" oder "3p ist tot".Es gibt halt Leute die sich mit einer Person,von der sie eigendlich Fan sind,in bestimmten Situationen nicht Identifizieren können.Aus welchen Gründen auch immer.
Tim , June 05, 2009
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217
Ums noch mal auf den Punkt zu bringen ich bin Fan und wer keiner ist hat hier nichts zu suchen.
Tim , June 05, 2009
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217
Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft - vielmehr aus unbeugsamen Willen
Tim , June 05, 2009
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...so rischtisch geboxt wird nur beim ebby!
WIR SIND ALLE FRANKFURTER JUNGS
cheers
chris

ps: das bild is' aber schon spiegelverkehrt oder? smilies/wink.gif
chris , June 05, 2009
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Wenn ein Boxer "zu Brei" geschlagen wurde gibt's danach 2 Gründe zurückzukommen: die Börse stimmt oder es ist der unbedingte Wille
es allen noch einmal zu zeigen. Bei erstgenannter Variante machst
Du Dich zum Deppen (Axel Schulz); bei der 2. Variante wirst Du frü-
her oder später Respekt bekommen.

Seht Euch "the Wrestler" an. Ein Lehrstück i.S. Kampf ums Ego.
Benny , June 05, 2009
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409
Ich glaube da wurde schon echt viel Wahres gesagt.

Mo, du sprichst am Ende auch von den Leuten, für die dieser Boxer warum auch immer der Held ist und die, weil sie sein Ding, seine Art und seinen Kampfstil einfach brutal fühlen, am Ende entäuscht sind, wenn ihr Held auf die Fresse bekommt. Von denen beginnen dann einige, diesen Boxer, ihren Helden, zu beschimpfen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass gerade diese Beschimpfungen den Boxer sehr treffen und verletzen, viel mehr als dummes Gerede von Leuten, die ohnehin seine Geschichte nicht kennen und seinen Kampfstil nicht verstehen. Wäre ich Boxer, würde es mir wahrscheinlich genauso gehen.
Ich glaube aber, dass es mir als Boxer vielleicht zumindest ein wenig Trost geben würde, dass diese Beschimpfungen zwar sehr weh tun, ihren Ursprung aber in Frust über verlorene Kämpfe und Entäuschungen haben, die nur so heftig sind, weil die Verbundenheit mit und der Glaube an den Boxer so verdammt tief und gross sind. Vielleicht ist es einfach auch ein wenig wie in Beziehungen - mit denen die einem am meisten am Herzen liegen, führt man wahrscheinlich den heftigsten Streit, weil es einfach das ist, was einen so sehr bewegt und berührt.

Grüsse von einem langjährigen Boxfan, der seine Frust über verlorene Kämpfe seines Helden vor allem versucht, durch Analyse von verlorenen und das Zurückerinnern an glorreiche Kämpfe, vor allem aber Starrsinn und Nichtanerkennen von Niederlagen zu kompensieren.
Bergexil , June 05, 2009
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543
Also meiner Meinung nach sieht die sache so aus! So lange man diese Person nur als "Star oder was auch immer sieht hat man diese Brille auf, dass die Person nur cool ist so lange sie "DA MAN" ist. Wenn man wirklich cool mit der Person ist oder einfach alleine seine Ausstrahlung oder Charackter mag, ist es einem auch völlig egal wie zum beispiel der Karrierestand momentan ist. (Caio zum beispiel hat schon paar sachen verkackt aber für mich TROTZDEM "DA MAN" genauso wie Tyson oder Michael Jackson). Ein wahrer freund oder ein wahrer Fan sieht mehr von der Person.

Ausserdem ist es irgendwie Charackterschwäche wenn man net dazu stehen kann, so leute sind eh total verlaucht!

Deswegen....mit nem Zitat meines vaters:

Always be a leader and dont follow NOBODY!

Dont roll with 12 folks cuz 10 will only be there cuz they can eat off of u!! LOL smilies/wink.gif

P.S. Sorry für die Myspace-Rechtschreibung LOL
Frost-E , June 05, 2009
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543
OHHH P.P.S. Moe wieso kann man net direkt andere user anschreiben oder hab ich irgendwie des ding noch net so ganz gepeilt?? LOL

HOLLA
Frost-E , June 05, 2009
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183
Kritisieren kann jeder - doch nur ein Wissender kann loben Konstantin Stanislavski

Aufrichtiges Lob ist für mich eine Form von Liebe. Wenn wir unaufrichtig mit Lob umgehen, ist das auch ein Zeichen dafür, dass wir unser wahres empfinden unterdrücken...sei es Angst oder Neid.
Kritik (oder halt hatesmilies/wink.gif) ist einfach, denn wir alle wissen, wie es sich anfühlt, wenn man Fehler macht. Und wenn wir uns selbst als Versager fühlen, mögen wir es nunmal gern, wenn andere uns dabei Gesellschaft leisten - und so kritisieren wir sie!
Warum sind wir meist so sparsam mit Lob? Wir werden dadurch nicht geringer, eher im Gegenteil: Lob ist Nahrung für unser eigenes Seelenheil.
Deshalb sollten wir alles daran setzen, das (aufrichtige) Loben zu lernen...

Gelobt sei Gott!

Ingo

P.S.: schönes Wochenendesmilies/smiley.gif
ingott11 , June 05, 2009
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Wir erblicken das Licht in einer Welt ohne gefragt zu werden ob wir es wollen. Bekommen ein Elternhaus das wir nicht gewählt haben, in dem uns eine Moral vermittelt wird, ob richtig oder falsch sei jetzt einfach dahingestellt. Dann kommen wir in die Schule, dort wird uns vielleicht etwas vermittelt, das unter Umständen nicht dem entspricht was das Elternhaus uns mit auf den Weg gab. Wir fangen an, uns aus diesen beiden Welten eine eigene Moral zusammenzustellen. Die einen schaffen es nicht und flüchten in eine Traumwelt, doch die anderen (die dann auch die Mehrheit bilden) gehen ihren Weg. Auf diesem treffen wir auf Artgenossen die wir versuchen in unser Weltbild einzugliedern. Die, die nicht hineinpassen lassen wir bei Seite oder erkennen diese als Feinde. Wir versuchen unsere zwischenmenschlichen Beziehungen aufrecht zu erhalten, aber nur dann wenn sie sich den eigenen Vorstellungen auch anpassen können. Sollte sich dann eine Gelegenheit bieten die unsere Werte als falsch erkennen lässt, entscheiden wir uns im Zweifelsfalle fast immer für unser Weltbild und nicht für die neuen Erkenntnisse. Wenn uns etwas aber an dem Verursacher dieser Klarstellung liegt, versuchen wir ihn davon zu überzeugen, wir hätten uns geändert. Dabei haben wir unsere Ansichten nach wie vor, nur sie sind in den Hintergrund gestellt und warten auf die nächste Extremsituation um wieder zum Vorschein zu kommen. Damit wäre die Theorie in den Raum geworfen, dass ein Mensch sich nicht ändern kann. Wenn man dazu noch die erweiternden Erkenntnis, dass es auch die Menschen gibt die sich dann mehr oder weniger den Werten anderer fügen, um ihr eigenes Ziel zu erreichen hinzufügt, ist es erschreckend wie wahr das einem erscheinen kann. So gehen wir durch das Leben auf der Suche nach etwas, wovon wir nicht wissen was es ist. Erst dann wenn sich etwas zeigt das wir begehren oder unser Interesse geweckt wird, schieben wir es in die Schublade mit der Aufschrift: “DANACH HABE ICH SCHON IMMER GESUCHT“. Sei es ein Mensch in den wir uns verlieben oder etwas Materielles, sobald wir es begehren schlagen wir merkwürdige Wege ein um es zu bekommen. Merkwürdig erscheinen sie meist denen die außen vor stehen, aber für uns selbst besitzen sie eine Logik und eine klare Linie, die wiederum durch unser selbsterschaffenes Weltbild geprägt ist. Sobald etwas den Vermerk „INTERESSANT“ oder „BEGEHRENSWERT“ bekommt, wird es zu unserem Ziel und manchmal ignorieren wir alle Anzeichen und auch alle Hinweise und wollen nur unser Ziel erreichen, um jeden Preis, auch wenn der Preis den Wert dessen was wir begehren aufhebt. So vergeht unser Leben, die meisten von uns bekommen Kinder, mit einem Menschen der unserem Bild entspricht, oder zu entsprechen schien. Und der Kreis schließt sich damit, und geht in eine neue Runde.


Unser Leben ist das Leid was uns geschenkt wurde, um den Weg zu finden in das was sie die Ewigkeit nennen! Doch wie wollen wir sie meistern, wenn wir nicht in der Lage sind diese wenige Zeit auf Erden ohne Konflikte zu verbringen?
Amir , June 05, 2009
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322
Ich glaube ich muss mich auch nochmal auslassen...
Es ist nun mal so, dass es Menschen gibt die Musik hören, welche die sie lieben und andere, die sie leben.
Wo sind die Grenzen? Wo fängt das leben an und das lieben auf?

Ich höre Musik um sie zu verstehen. Um zu ergründen, wieso der Musiker zumind. die Lyrics gewählt bzw. geschrieben hat.
Von mehr - also vom rein musikalischem - verstehe ich leider zu wenig.
Kann nur sagen ob mich ein Lied anzeckt oder nicht.
Manche sind einfach langweilig, andere muss ich 20x hintereinander hören - am besten mitm ipod und könnte durchdrehen über den Stil, die Mache, die Stimme, die Klänge.
Manchmal fällt mir ein Song erst Monate oder Jahre später auf...
Andere begleiten mich vom ersten Hören mein Leben lang.
Wieso das so ist, weiss ich nicht. Finds aber trotzdem gut.

Worauf ich eigentlich hinaus will ist, dass es Menschen gibt, die Musik hören aber eben mehr nicht.
Sie fühlen sie wohl - das haben alle Menschen irgendwie im Blut und diese Menschen trommeln dann vielleicht im Auto auch mal ans Lenkrad wenn irgendwelche Harmonien ihr Gehirn erreichen.
Viele von ihnen hören aber nicht zu. Auch nicht wenn der Song in ihrer Muttersprache gesungen wird.
Da ist es (mir zumind.) ganz klar, dass solche Menschen immer mit dem "Stärkeren", der Masse, dem Neuen, dem gerade angesagten mitziehen.
Das ist wie mit den Teenies und ihren Idolen.
Bisher ist jedem Teenie irgendwann aufgegangen, dass er sich total bescheuert benommen hat.
Bei den Menschen, den großen Menschen, geht das nicht jedem auf.
Ist aber auch nicht schlimm.
Deshalb sind wir alle verschieden..
Deshalb gibt es so viele von uns..
Und deshalb sind wir irgendwie auch alle toll.

Ich habe neulich einem Menschen, der Musik zwar liebt, aber sie (meiner Meinung nach) nicht versteht gesagt, dass ich Musik lebe.
Er hats nicht verstanden... dann habe ich ihm versucht zu erklären was ich meine und ich glaube er hat mich für komplett verrückt erklärt.
Macht aber nix.
Ich lebe Musik von frühester Kindheit auf.
Wieso weiss ich nicht genau. Ich glaube sowas ist angeboren.
Ich bin nicht besonders geprägt worden (ausser vielleicht etwas in Richtung Blues & Soul) aber ich glaube das war nicht der ausschlaggebende Grund für meine Liebe zur Musik.
Ich wollte immer auch gerne Klavierspielen, ging aber nicht, weil die nötigen Mittel fehlten...

Also wo kommt diese tiefe Liebe zur Musik her?
Ich glaube das weiss keiner, aber das macht uns, die die sie denn wirklich leben, zu denen die DICH MOSES und deine Musik verstehen und zu dir stehen.
Die, die nicht weggehen, weil du für ein paar Monate untertauchst.
Die, die nicht anfangen böse zu reden..
Sondern sind die, die an der Musik festhalten und an ihren Machern.
Weil wir nicht nur an dem Produkt interessiert sind, sondern an dem Kopf (den Köpfen) die da mit dranhängen.

So, dass es aber nunmal die Menschen (Lenkradtrommler) gibt -> freu dich, sie kaufen deine Platten - vielleicht auch ohne zuzuhören oder sie zu fühlen. Gekauft ist gekauft..
Und für die Gefühlsduselei sind wir da..
Die echten Fans, die wahren..
Die, die dich verstehen. Die, die zumind. versuchen dich zu verstehen.
Dich und dein undurchsichtiges Sein.

So.. und jetzt lass mich!
Gude
mOe , June 05, 2009
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189
Ich kann mich meiner Vorgängerin mOe nur anschließen, da ich Musik ebenfalls lebe und Sie es wahrlich auf den Punkt bringt!
holdonD , June 05, 2009
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216
wenn ein showboxer sich auf die liebe seiner fans verlässt ist er einsam aus genau beschrieben gründen. wennn er keine show liefert stirbt er aus
-Im Boxgeschäft. Jedoch wird er wohl kaum so verrückt gewesen sein, seine Freunde, die er schon hatte bevor er im Rampenlicht stand, wegen genau diesem Phänomen zu verabschieden. Selbst wenn es im Ring mal still wird ist nichts verloren. Ein Lebensabschnitt beendet.
Vielleicht sogar gut, das lässt fiese Prellungen endlich mal ausheilen. Etwas neues wird beginnen, vllt auch etwas sportliches. Vielleicht Amateursport oder Boxtrainer. Dieser Boxer wird im Leben nicht nur an den Fans festhalten, weil er sich dieser Sache bewusst ist. "kommen und gehen" .
Und wenn er sowieso nur an den gehenden Fans festhält, wird er nicht lange im ring stehen, weil er ihnen entweder hinterherläuft oder weil er um sie zu beeindrucken zu dope greift. -Rückschluss zum Anfang. Dierser Mensch wäre sowieso einsam und solltet nicht im Rampenlicht sein sondern wahre menschen suchen.(nicht auf dich beziehn mo)

PS: hab selber eine zeit lang profikickboxen gemacht.. meine gelenke haben es für mich beendet.vielleicht auch etwas anderes
Suzi , June 05, 2009

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