Auch `n Depp Teil 2
Geschrieben von: Moses Pelham on Dienstag, 30. Juni 2009




Hallo, hallo, hallo, liebe Freunde!
Und weiter geht es mit "auch `n Depp" was ganz entgegen der Auffassung meines Lieblingsretters eben keine getarnte Haterei, sondern eher aus der Rubrik "Moses erklärt sich die Welt" ist.
Ich muss nochmal "Nah am Ende" bemühen:
... es is´ tödlich für die Stimmung wie das Licht von `nem Leuchtstab
wenn`s unmöglich wird wen zu finden der Dich nicht schon enttäuscht hat ...
Das war wirklich meine Realität. Und das alleine sagt mir doch, dass ich ein Depp bin.
Ich meine wer dauernd enttäuscht wird, der hat doch in seiner Erwartung irgendeinen Fehler oder bezieht irgendwas nicht mit ein, im Falle von Menschen beispielsweise den Umstand, dass sie eben nicht perfekt sind, was man ja in der Regel ganz gut an sich selbst merkt, wenn man nich´ ein völliger Depp ist.
Ich hatte eigentlich vor hier nun eine Liste meiner (bisher) grössten Irrtümer, komplett Fehleinschätzungen und Dummheiten zu erstellen, aber ehrlich gesagt, ist mir das jetzt doch zu peinlich.
Alles was ich sagen will ist, dass Martin Recht hatte, ich musste irgendwann einsehen, dass ich selbst ein Depp bin, will es aber wirklich nich´ bleiben und Erkenntnis is´ ja auch schonmal ein Anfang.
Michael hat in diesem Zusammenhang was, wie ich finde, ganz schönes von Konfuzius zitiert:
„Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: erstens durch nachdenken, das ist der edelste, zweitens durch nachahmen, das ist der leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.“
Es kann echt bitter sein, aber wenn`s hilft ...
Gott ist gross
mo
P.S.: Wie wäre eine neue Kategorie namens "Lied des Tages"?
P.P.S.: O.K., Azad "Bandog".
Kommentare (33)
Zeige / Verstecke Kommentare
...
Dann is man groß! Man beweist Stärke und is aufm besten Weg!
Ich hoffe du findest ihn.
Ich wünsche es Dir, Moses.
...
aber auch hier "Bilder sprechen mehr als worte" denoch bilder blieben stumm
ohne edel ohne bitterkeit ohne leichtigkeit von euch.
Mo nice "Bilder sprechen mehr als worte"
Dome
...
Mein Lied das Tages, passenderweise, "Nah am Ende" von und mit Moses Pelham...heute 520km quer durch Deutschland geeiert --> Beifahrer: oben genannter Herr Pelham in CD Form und im Wechsel jeweils mit "Geteiltes Leid" I und II...aber da die neue Rubrik ja irgendwie doch nicht "Album des Tages" heißt...Lied des Tages: Moses Pelham "Nah am Ende"...
Kurzfassen is echt gar nicht meine Stärke...
Schöne Woche uns allen.
*ch€€rs!*
...
...
"Wir werden nicht so enttäuscht, wenn wir nicht so viel erwarten".
Du solltest dir vielleicht mal die ein oder andere Platte dieses Mannes anhören, wenn Du gut zuhörst findest du viele Antworten ohne die Fragen stellen zu müssen.
Dein Lieblingsretter ist nach diesem Tagebucheintrag davon überzeugt, dass Du tatsächlich recht hast und es kein Gehate sein sollte.
Aber das ist auch nur menschlich, wenn man gerade nen Hass auf was hat versucht man auch bei anderen etwas schlechtes zu finden. Passt vielleicht auch hier rein. Eventuell ist der Depp aus einer anderen Perspektive einfach nur missverstanden oder hat selbst missverstanden oder wurde Opfer irgendwelcher Unzufriedenheiten.
"Ich brauch ne andere Perspektive auf die Dinge wie Vögel".
Sorry, falls ich das ein oder andere Zitat verkackt hab
WUSCH...
...
Und jaaaaa, lass und diese Kategorie einführen. Denn leider kenne ich "Bandog" bisher nicht.
saschaF
...
"I would stay" von Krezip...
ich weiß, das kennt hier kein Mensch und vermutlich ist der Schmachtfaktor zu hoch, außerdem ist es eine weibliche holländische "Schülerinnenband"... aber aus irgendeinem Grund taucht das Lied einmal im Jahr in meinem Leben auf und ich höre es bis zum Erbr...
Heute ist Tag 3 der Woche :-)
Wer mitschmachten möchte:
http://www.youtube.com/watch?v=QxZqAityHEU&feature=related
...
PS: Hey da is ja Peppi
Enttäuschte Erwartungen
Das eigentliche Dilemma ist ja, dass die Erwartung als auch Enttäuschung bei dir liegt! Jeder legt die Höhe der Erwartung(an Jemanden) eigenmächtig fest.
Meist ist sich das Gegenüber dessen gar nicht bewusst oder kann es nicht nach empfinden und erfüllen. Und so ist die Enttäuschung, durch eigenes Zutun umso größer. Genau diese These hab ich mir vor nicht allzu langer Zeit, in einem Anfall von Selbstreflexion, an den Kopf geworfen. Da ich kein chronischer Depp mehr sein wollte hab ich meine Erwartungen durch Hoffnung ersetzt. Dadurch verliert auch jede Enttäuschung an Intensität.(Ein bisschen zumindest!
) Motto: Beschenk Jenen, der Vertrauen hat! Weitergeben -->
Mein Track des mittlerweile gestrigen Tages!
http://melodielabor.de/labor/klangachse/klangachse-diehandanderwiege.mp3
Frieden
...
vielleicht passt dann vom guten Herrn Weidner auch "Mein bester Feind". Vermutlich koenntet ihr eh ganz gut mal ein Bier zusammen trinken und son'n gemeinsames Thema philosophieren. Da du die Platte ja haben wirst, nehme ich stark an, was denkst du ueber sie?
Viele Grüße, Kopf oben!
...
Wahrscheinlich erwarten wir echt einfach immer zu viel und fliegen dann damit voll auf die Schnauze. Andererseits bin ich aber echt noch nicht so weit, die Bereitschaft in mir zu erkennen, meine Erwartungen an andere zu reduzieren. Das macht mich aber dann glaube ich zum Depp, auch eine Erkenntnis.
...
Btw. ich vermisse das alte Tagebuch mit dem
WEIßEN Text auf SCHWARZEN Hintegrund.
Bin ich der einzige?
Lied
mir ist neulich eine Geschichte eingefallen die ich vor einigen Jahren mal gehört hatte:
Albert Einstein war mit einer Freundin in England und sie fragte ihn "Warum ziehst du dich eigentlich immer so schlecht an"? Seine Antwort "Ist doch egal hier kennt mich doch keiner".
Einige Zeit später trifft sich Einstein mit einer anderen Freundin in Deutschland und sie fragt ihn "Warum ziehst du dich eigentlich immer so schlecht an"? Seine Antwort "Ist doch egal hier kennt mich doch jeder".
Wenn sich die Umstände ändern, dann ändern sich auch Ansichten.
P.S. Lieblingslied bzw. Lied des Tages "Get your walk on" XZIBIT
...
Und mein Track des Tages ist Death of Autotune von Jay-Z.
ein weg klug zu handeln fehlt
Lied des Tages
Gruß an Ali....................
...
Im Endeffekt hat es nichts mit Depp-sein zu tun wenn man auf Menschen die man mag baut, sie unterstüzt und was auf sie hält, denn zu dem Zeitpunkt entspricht die Handlung ja noch der Empfindung dem Menschen gegenüber.
Man wusste ja noch nicht das diese Person auf die man eben gebaut hat, die man unterstüzt, von der man was hält einen enttäuscht.
Hätte man es im vorraus gewusst hätte man dann auf die Erfahrungen mit dieser Person verzichtet? Macht es Sinn sich jetzt abzuschotten bis auf wenige Vertraute nur um nicht wieder auf die Schnauze zu fallen?
Im Nachhinein ist alles sonnenklar, aber diese Klarheit braucht halt eben eine Vorgeschichte die diese bringt.
Ich hoffe ihr erkennt was ich meine und ich habe nicht zu wirr geschrieben
...
nichts anfangen kann sagt jedesmal, wenn ich das Thema Glashaus, Pelham, etc.
anschneide "Ach das ist das Label / die Musik.. von dem, der dem Raab aufs
Maul gegeben hat." Das bleibt an Dir hängen. Das wirste nicht mehr los. Den
einen ist es egal, die anderen werden es nie verstehen oder vergessen.
Das Beste ist sich treu zu bleiben, so kann ich mit dem ein oder anderen
Deppen in mir gut leben, weil mir die Ansichten mancher Menschen schlicht
wurscht sind.
In meinem Umfeld gibts niemanden der 3p hört - nicht mal meine Gattin.
Wenn ich nach jeder Attacke 3p-CDs vernichtet hätte, dann, oh weh oh weh.
Aber das ist ein anderes Thema und gehört jetzt nicht mehr hierher. Lass
sie doch denken, dass ich depperte Musik höre. Ich weiss, dass das nicht
so ist.
Gute Nacht.
...
Ich denke durch nachdenken erhält man die Grundrichtung des Weges. Trotzdem bleiben uns, auch bei noch so intensiven nachdenken, die bitteren Erfahrung auch auf diesem Wege nicht erspart. Ich kann mit den bitteren Erfahrungen genauso umgehen wie mit den schönen Erfahrung die man im Leben so hat. Für manche Menschen ist Nachahmung eine Möglichkeit sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Die Gefahr besteht aber das das Nachgeahmte nicht dem eigenen Wesen entspricht und von daher ist Nachahmung nicht wirklich mein Ding.
Enttäuschung und Glück liegen nah beieinander. Und erst durch Enttäuschung/Leid lernen wir das Glück/Schöne zu schätzen und zu erkennen. Ich möchte da mal ein paar Textzeilen von dir bemühen:
ABER SICH IM LEID SUHLEN DAS LEID ANNEHMEN DARÜBER HINWEG KOMMEN UND DEN KURZFRISTIGEN TRIUMPH ÜBER DAS LEID DER NUR DARIN BESTEHT ES AUFRECHT ERTRAGEN ZU HABEN ALS GLÜCK ZU SEHEN NUR UM SICH BALD NEUEN LEIDEN HINZU- NICHT ABER ZU ERGEBEN DAS WILL GELERNT SEIN
Dazu mal ein anderes Zitat von Constantin Wecker : "Es gibt keine Insel des Glücks in einer Welt voller Leid" oder um es mit Adorno zu sagen "Es gibt kein richtiges Leben im falschen" Das Leid/Enttäuschungen gehört zu unserer Gesellschaftform wie das Glück. Aber damit würde ich das Thema Politik anreißen welches ich hier vermeiden möchte.
Zu der Erwartung. Ich habe hohe Erwartungen an meine Mitmenschen, kann ihre Ecken und Kanten aber sehr gut tolerieren, solange sie meine Ecken und Kanten tolerieren. Meine Enttäuschung/Leid resultiert aus diesen hohen Erwartungen und der Hoffnung darauf das es Menschen gibt die nicht auf der Egoschiene unterwegs sind. Die Frage die ich mir dabei oft stelle und die mich immer wieder an meiner Einstellung zweifeln lässt, ist: Sind diese meine Ansprüche an meine Mitmenschen zu hoch gegriffen oder ist die angestrebte Harmonie und Frieden in dieser Gesellschaft überhaupt möglich und lässt sich diese wirklich konsequent leben? Ist zum Beispiel konsequenter Pazifismus in einer Gesellschaft möglich die als Druckmittel Angst und Gewalt (physischer und psychischer) als Grundpfeiler haben? Und ist es nicht nachzuvollziehen das es Menschen gibt die durch ihr Umfeld zu Verhaltensweisen gedrängt werden, die ihnen eigentlich widersprechen?
Das Leben mit hohen Ansprüchen an die Menschen im Umfeld ist konsequenterweise mit Enttäuschungen verbunden. Auch wenn die Textzeilen "Wir sollen nicht soviel erwarten, dann werden wir nicht so oft enttäuscht, viel Weisheit enthält, so beobachte ich an mir das ich gewisse Ansprüche an die Menschen stelle die ich nah an mich heran lasse. Aber die Menschen die man nah an sich heran lässt sind auch die Menschen die einem am bittersten enttäuschen können. Die Kunst des Lebens ist, so seh ich das zu mindesten, sich durch diese Enttäuschungen nicht abhalten zu lassen seinen beschlossenen Weg weiter zugehen. (Zu sein was du sein musst (willst), auch wenn die Welt dich hasst)
P.S. : Schönes WE @ all
P.S. : Ich kann keine kurzen Texte schreiben ...
P.S. : Lied des Tages : Roy Ayers - Everybody Loves The Sunshine
...
das wachen mich zum Lachen bringt
zugleich mich auch die angst gepackt WAS hab ich nur gemacht??? Voller liebe ich mich gab am ende nur der schmez mich besand!!!!


























Märtin -. nice